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Am 6.7.1898 wurde Hanns Eisler in der Gartenstraße 14 (heute Hofmeisterstraße) in der Nähe des Dresdner Bahnhofs und direkt gegenüber dem Krystallpalast und der Albert-Halle geboren, in welcher 1932 seine Maßnahme aufgeführt werden sollte. Oftmals ist zu lesen, dass Eisler sonst nicht viel mit Leipzig zu tun hatte. Dem ist zu widersprechen. Abgesehen davon, dass es ihn ohne diese damals wirtschaftlich und wissenschaftlich aufstrebende Stadt, in der sich Ida Maria Fischer und Rudolph Eisler begegneten, nie gegeben hätte, gibt es weitere Berührungspunkte. Leipzig als Zentrum des Verlagswesens - hier wurden viele Eisler-Werke im Musikdruck veröffentlicht; Leipzig als Zentrum der Wissenschaft - die Begegnungen mit Hans Mayer (Germanist) und Ernst Bloch (Philosoph) waren belegt regelmäßig. Kontakte zum Thomanerchor, zum Rundfunksinfonierorchester, zum Gewandhausorchester unter Franz Konwitschny runden das Bild ab und zeigen, dass Eisler zwar nie seinen Lebensmittelpunkt in Leipzig hatte, aber dass es ihn doch immer wieder nach Leipzig zog, in die Stadt seiner Mutter.

Eislers 120. Geburtstag wird gefeiert. Insbesondere Filmemacher*innen, Journalist*innen, natürlich Interpret*innen und nicht zu vergessen! Wissenschaftler*innen lenken in diesem Jahr ganz besonders den Fokus auf ihn. Danke dafür - möge er weiter gehört und entdeckt werden. Das ist vielleicht das schönste Geburtstagsgeschenk. Hier einige Highlights - weitere auf unseren Veranstaltungsseiten

MDR RADIO KULTUR am 6.7.2018 um 6:40 und 10:40 Uhr: Kalenderblatt: 1898 - Hanns Eisler geboren

MDR RADIO KULTUR Spezial am 6.7.2018 um 18:05: Hanns Eisler - ein verkannter Komponist Eine Sendung von Susanne Rummel, Rachel Gehlhoff im Gespräch mit Steffen Schleiermacher, Peter Kopp, Max Pommer und Bettina Weil. Mit viel Musik von Hanns Eisler.

ORF am 9.7.2018 um 10:05 Uhr: Hanns Eisler - Zwischen Welten Eine Sendung von Stefan Höfel über die 8er Jahre als weltgeschichtliche Umbruchsjahre

MDR FERNSEHEN am 26.7.2018 um 23:05 Uhr: Vorwärts und nicht vergessen - der Komponist Hanns Eisler ein Film von Heike Bittner in der Reihe Lebensläufe.

Kammermusikfestival Schloss Laudon am 25.8.2018 um 19:30: 5. Aufführung von Eislers Trauermusik für Egon Erwin Kisch Der österreichische Komponist Hannes Heher hat Hanns Eislers 1948 begonnene Trauermusik für Egon Erwin Kisch für Streichquartett anlässlich der EislerTage 2018 in Wien vervollständigt  und bereits in vier Aufführungen zu Gehör gebracht.

Beethovenfest Bonn am 4.9.2018 um 20:00 Uhr: Man ist nicht ungestraft in Hollywood Liederabend mit Winnie Böwe (Gesang) und Christoph Keller (Klavier) im Beethoven-Haus.

MUSICA NOVA im Gewandhaus zu Leipzig am 10.10.2018 um 20:00 Uhr: Hanns Eisler zum 120. Geburtstag Lieder, Kammermusik, Filmmusik und Klaviermusik von Julia Sophie Wagner (Sopran), Ensemble Avantgarde, Steffen Schleiermacher (Leitung, Klavier). An diesem Abend wird die/der neue Stipendiat für das anlässlich Eislers 120. Geburtstag ausgelobte Internationale Hanns Eisler Stipendium bekanntgegeben ... mehr

EISLER-STUDIEN der 6. Band beim Verlag Breitkopf & Härtel erschienen. Er fasst ausgewählte Beiträge für das internationale Eisler-Symposium, das anlässlich des 50.Todestages von Hanns Eisler 2012 in Berlin stattfand, unter dem Thema Eisler und die Nachwelt zusammen und wurde von Peter Schweinhardt herausgegeben.... mehr

HANNS EISLER GESAMTAUSGABE (HEGA) herausgegeben von der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft, Serie I (Chormusik) Bd. 5: A-cappella-Chöre 1925-1932 herausgegeben von Johannes C. Gall soll planmäßig im zweiten Halbjahr 2018 erscheinen.... mehr

Eisler-Freunde trafen sich am 6.7.2018 um 14:30 Uhr am Geburtshaus von Eisler in Leipzig in der Hofmeisterstraße 14, um dort eine Blume hinzulegen und an Eisler zu denken. Auch der Verlag Breitkopf & Härtel erinnerte auf Facebook an Eislers 120. Geburtstag ... mehr

News

HEGA kooperiert mit Akademie der Künste, Berlin

Bis zum Januar 2019 hatte die Arbeitsstelle der Hanns Eisler Gesamtausgabe ihren Sitz am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin. Seit Februar 2019 ist sie an das Archiv der Akademie der Künste, Berlin, angebunden. Die Hanns Eisler Gesamtausgabe (HEGA) ist als historisch-kritische Edition angelegt und verfolgt das Ziel, sämtliche erhaltenen Kompositionen und Schriften Eislers dem wissenschaftlichen Standard entsprechend herauszugeben. Dabei werden nicht nur die bereits vorliegenden, oftmals mangelhaften Druckausgaben revidiert, sondern große Teile des Œuvres erstmals ediert und zugänglich gemacht. Die Hanns Eisler Gesamtausgabe wird von der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft, Berlin im Zusammenwirken mit dem Archiv der Akademie der Künste, Berlin herausgegeben. Sie erscheint im Verlag Breitkopf & Härtel.

Eisler Mitteilungen 67 erschienen

Das Frühjahrsheft der Eisler-Mitteilungen 2019 ist erschienen. Unter dem Heft-Motto "Adelante, batallones!" gibt es u. a. einen Beitrag zu Eisler und die Militärmusik von Tobias Faßhauer und einen über Eislers Spanienaufenthalt (1931–1939) von Diego Alonso Tomás, der mit Förderung der DFG zu bisher nicht beantworteten Fragen zu Eislers Spanienzeit, zur Rezeption und dem Einfluss seiner Musik in Spanien forscht. Abgedruckt wurde zudem ein Auszug aus dem "Klubgespräch" mit Hanns Eisler an der Humboldt-Universität zu Berlin aus dem Jahr 1961 mit spannenden Äußerungen zur Militärmusik sowie das letzte Kapitel aus Heidi Harts Publikation "Hanns Eisler's Art Songs: Arguing with Beauty, Rochester, NY: Camden House, 2018, in welchem sie sich auf verschiedenen Ebenen aktuell-politischen und künstlerisch-ästhetischen Zeitbezügen widmet. Jürgen Schebera berichtet über die "Affäre Deutsche Symphonie" auf dem IGNM-Musikfest in Paris 1937. Ebenfalls abgedruckt wurden Auszüge aus der Einleitung von Johannes C. Gall zum unlängst erschienenen HEGA-Band A-cappella-Chöre 1925–1932. Das Heft wird abgeschlossen mit einem Beitrag von Werner Kopfmüller über die Arbeit des Eisler-Hauses Leipzig e.V. und mit den Rubriken Aufführungen, Vorschau, Gedenken, IHEG.
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A-cappella-Chöre bei Breitkopf & Härtel erschienen

Zum 300. Jubiläum des Verlags Breitkopf & Härtel ist im Rahmen der Hanns Eisler Gesamtausgabe Band 5 der Serie I (Chormusik) erschienen: A-cappella-Chöre 1925–1932, herausgegeben von Johannes C. Gall. Die vor allem für die Arbeiterbewegung der Weimarer Republik relevanten Kompositionen lagen bisher nur in zum Teil schwer greifbaren Einzelausgaben vor. Ein großer Gewinn des Bandes I/5 besteht in der erstmaligen vollständigen Zusammenstellung der Chorstücke aus den Jahren 1925 bis 1932. Insbesondere für professionelle und semiprofessionelle Chorvereinigungen dürfte dieser Band eine echte Entdeckung sein.
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